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Grundsteuerreform 2022


Für die Feststellungserklärung der Grundsteuer benötigen die Einwohner die Bodenrichtwerte 2022. Diese hat der Gemeinsame Gutachterausschuss Waiblingen/Korb jetzt beschlossen und auf der städtischen Homepage veröffentlicht. Seit Anfang August sind sie auch im Portal BORIS-BW abrufbar. Über die jeweiligen Veröffentlichungen werden die Waiblingerinnen und Waiblinger außerdem im städtischen Amtsblatt und in den Ortsnachrichten der fünf Ortschaften informiert.

Weitere Informationen

Grundstückseigentümer sind jetzt gefordert

Das Großprojekt Grundsteuerreform startet in die nächste Phase: seit 1. Juli 2022 können Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken ihre Grundsteuererklärung abgeben.

Informationen zur Erklärungsabgabe haben die privaten Eigentümerinnen und Eigentümer in einem Informationsschreiben erhalten. Zusammen mit den Daten, die auf der landeseigenen Internetseite zur Verfügung gestellt werden, kann die Grundsteuererklärung damit schnell und einfach ausgefüllt werden. Die Abgabe ist verpflichtend: die Erklärungen bilden die Grundlage für die Grundsteuerreform.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett sagte: „Die Reform der Grundsteuer ist ein Großprojekt. Bei einer solch umfassenden Reform wird vermutlich trotzdem nicht alles reibungslos laufen. Jedoch ist es uns wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger so wenig Aufwand wie möglich damit haben. Deshalb müssen in Baden-Württemberg vergleichsweise wenig Angaben bei der Grundsteuererklärung gemacht werden.“

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Erklärung ist elektronisch einzureichen. Das geht zum Beispiel über Elster. Die Finanzämter Baden-Württemberg haben dazu eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bereitgestellt. In Ausnahmefällen können auch Papiervordrucke genutzt werden. Diese gibt es ebenfalls in den Finanzämtern vor Ort.

Für die Grundsteuer B sind unter anderem die Grundstücksfläche und der Bodenrichtwert in die Erklärung einzutragen. Beide Werte können seit dem 1. Juli 2022 ebenfalls über die Finanzämter Baden-Württemberg abgerufen werden; die Bodenrichtwerte werden von den Gutachterausschüssen der Kommunen geliefert. Falls es dabei zu Verzögerungen kommen sollte, empfiehlt es sich, die Internetseite zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aufzurufen. Außerdem können auch die Kommunen über den Bodenrichtwert Auskunft geben. Sollten die Bodenrichtwerte nicht bis Ende Oktober vorliegen, müssen Eigentümerinnen und Eigentümer keine Nachteile befürchten.

Die Grundstücksfläche steht außerdem im Grundbuch und im Kaufvertrag. Bei Fragen helfen die Finanzämter weiter.

Bundesverfassungsgericht kippt bisherige Einheitsbewertung - Erstmals erhoben wird die neue Grundsteuer im Jahr 2025.

Die Reform der Grundsteuer wurde bundesweit wegen einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2018 notwendig. Demnach ist die bisherige Einheitsbewertung nicht mehr verfassungskonform. Daher werden alle Grundstücke (Grundsteuer B) sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe (Grundsteuer A) neu bewertet. Baden-Württemberg hat dafür im Jahr 2020 ein eigenes Landesgrundsteuergesetz erlassen.


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